Über das Buch
Im Deutschland der 2020er geht es gefühlsbetont zu. Achtsamkeit, Echtheit, Spontaneität, Verletzbarkeit, Zugewandtheit sind moralische Hochwertwörter geworden. Dies gilt für politisch-mediale Selbstdarstellungen wie für den alltäglichen Sprachverkehr. Zugleich verstehen sich die gefühlsbewußten Milieus als bürgerlich, als gutbürgerlich, als gute Gesellschaft, ja als Bürgergesellschaft. Die Bedeutung von Bürgerlichkeit hat sich dabei stark verändert. Nicht mehr Besitz oder Bildung, sondern ein ethisch vertretbares Empfinden und ein damit verbundener Gerechtigkeitssinn verheißen gesellschaftliche Reputation. Eine neue Elite ist entstanden, die traditionell bürgerliche \"Mitte\"-Positionen besetzt und zugleich kulturerneuernd wirken will. In ›Gefühlte Bürgerlichkeit‹ beleuchtet Jürgen Große dieses Phänomen historisch und kritisch. Die geschichtlichen Linien werden von der bürgerlichen Empfindsamkeit im Aufklärungszeitalter bis zu aktuellen Kampfbegriffen wie »Schneeflocken«, »Wutbürger« und »Empörungskultur« gezogen.
Ausgaben von Gefühlte Bürgerlichkeit
- Hardcover
- ISBN 9783963174209
- E-Book (EPUB)
- ISBN 9783963179969
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Im Deutschland der 2020er geht es gefühlsbetont zu. Achtsamkeit, Echtheit, Spontaneität, Verletzbarkeit, Zugewandtheit sind moralische Hochwertwörter geworden. Dies gilt für politisch-mediale Selbstdarstellungen wie für den alltäglichen Sprachverkehr. Zugleich verstehen sich die gefühlsbewußten Milieus als bürgerlich, als gutbürgerlich, als gute Gesellschaft, ja als Bürgergesellschaft. Die Bedeutung von Bürgerlichkeit hat sich dabei stark verändert. Nicht mehr Besitz oder Bildung, sondern ein ethisch vertretbares Empfinden und ein damit verbundener Gerechtigkeitssinn verheißen gesellschaftliche Reputation. Eine neue Elite ist entstanden, die traditionell bürgerliche \"Mitte\"-Positionen besetzt und zugleich kulturerneuernd wirken will. In ›Gefühlte Bürgerlichkeit‹ beleuchtet Jürgen Große dieses Phänomen historisch und kritisch. Die geschichtlichen Linien werden von der bürgerlichen Empfindsamkeit im Aufklärungszeitalter bis zu aktuellen Kampfbegriffen wie »Schneeflocken«, »Wutbürger« und »Empörungskultur« gezogen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Gefühlte Bürgerlichkeit?
Im Deutschland der 2020er geht es gefühlsbetont zu. Achtsamkeit, Echtheit, Spontaneität, Verletzbarkeit, Zugewandtheit sind moralische Hochwertwörter geworden. Dies gilt für politisch-mediale Selbstdarstellungen wie für den alltäglichen Sprachverkehr. Zugleich verstehen sich die gefühlsbewußten Milieus als bürgerlich, als gutbürgerlich, als gute Gesellschaft, ja als Bürgergesellschaft. Die Bedeutung von Bürgerlichkeit hat sich dabei stark verändert. Nicht mehr Besitz oder Bildung, sondern ein ethisch vertretbares Empfinden und ein damit verbundener Gerechtigkeitssinn verheißen gesellschaftliche Reputation. Eine neue Elite ist entstanden, die traditionell bürgerliche \"Mitte\"-Positionen besetzt und zugleich kulturerneuernd wirken will. In ›Gefühlte Bürgerlichkeit‹ beleuchtet Jürgen Große dieses Phänomen historisch und kritisch. Die geschichtlichen Linien werden von der bürgerlichen Empfindsamkeit im Aufklärungszeitalter bis zu aktuellen Kampfbegriffen wie »Schneeflocken«, »Wutbürger« und »Empörungskultur« gezogen.
Welche Kernthemen, Tropen oder Sujets werden untersucht in Gefühlte Bürgerlichkeit?
Gesellschaft und Sozialwissenschaften > Gesellschaft und Kultur, allgemein
Kann ich in Gefühlte Bürgerlichkeit hineinlesen?
Hier können Sie eine offizielle Vorschau der wenigen Seiten lesen https://www.book2look.com/book/9783963174209
Wer ist der Autor / Wer sind die Autoren des Buches Gefühlte Bürgerlichkeit?
Jürgen Große
Wer ist der Verleger des Buches Gefühlte Bürgerlichkeit?
Büchner-Verlag
Wie lauten die ISBN-Nummern für die physische und die digitale Ausgabe?
Gefühlte Bürgerlichkeit ist erhältlich als Hardcover(ISBN 9783963174209) und E-Book (EPUB)(ISBN 9783963179969)
Wo kann ich Gefühlte Bürgerlichkeit kaufen?
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