Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹
Geschlecht, Identität und der Naturbegriff der Kritischen Theorie
Von Gerhard Schweppenhäuser | Verlag: Felix Meiner Verlag
Über das Buch
Derzeit findet ein kultureller Befreiungskampf statt: Junge Menschen wehren sich dagegen, dass ihr sexuelles Selbstverständnis verächtlich behandelt und unterdrückt wird. Denn autoritäre Politik diffamiert Selbstbilder und Identitätsverständnisse, die von überlieferten Normen abweichen, als widernatürlich. Dem wird eine kulturalistische Position entgegengesetzt, die die theoretische Legitimation dafür liefert, das Konzept ›Natur‹ aufzulösen. An der Transgender-Debatte wird spürbar, dass es sich um weit mehr als einen akademischen Konflikt handelt. Was wird aus dem »Eingedenken der Natur im Subjekt«, in dem laut Horkheimer und Adorno »die verkannte Wahrheit aller Kultur« liegt, wenn sich der kulturalistische Ansatz durchsetzt? Schweppenhäusers Essay wendet sich nach einem Blick auf aktuelle Kontroversen (etwa um die feministische Philosophin Kathleen Stock) der Physei-Nomo-Problematik in der antiken Philosophie zu; dann folgt er den verschlungenen Pfaden der Genderforschung unter den Aspekten der Deutungs- und der Gestaltungshoheit. Der Autor kommt zu dem Schluss: Die Annahme, dass Geschlechtlichkeit nominalistisch als Genderidentität zu definieren sei, sei ein philosophischer Irrweg. Die Entleerung des Naturbegriffs bereite den Boden dafür, dass sich der Wunsch nach gesellschaftlicher Selbstbestimmung in den Wunsch nach radikaler Verfügung über den je eigenen Körper verwandelt.
Ausgaben von Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹
- Taschenbuch
- ISBN 9783787349937
- E-Book (EPUB)
- ISBN 9783787349951
Lesen Sie einen Auszug
Derzeit findet ein kultureller Befreiungskampf statt: Junge Menschen wehren sich dagegen, dass ihr sexuelles Selbstverständnis verächtlich behandelt und unterdrückt wird. Denn autoritäre Politik diffamiert Selbstbilder und Identitätsverständnisse, die von überlieferten Normen abweichen, als widernatürlich. Dem wird eine kulturalistische Position entgegengesetzt, die die theoretische Legitimation dafür liefert, das Konzept ›Natur‹ aufzulösen. An der Transgender-Debatte wird spürbar, dass es sich um weit mehr als einen akademischen Konflikt handelt. Was wird aus dem »Eingedenken der Natur im Subjekt«, in dem laut Horkheimer und Adorno »die verkannte Wahrheit aller Kultur« liegt, wenn sich der kulturalistische Ansatz durchsetzt? Schweppenhäusers Essay wendet sich nach einem Blick auf aktuelle Kontroversen (etwa um die feministische Philosophin Kathleen Stock) der Physei-Nomo-Problematik in der antiken Philosophie zu; dann folgt er den verschlungenen Pfaden der Genderforschung unter den Aspekten der Deutungs- und der Gestaltungshoheit. Der Autor kommt zu dem Schluss: Die Annahme, dass Geschlechtlichkeit nominalistisch als Genderidentität zu definieren sei, sei ein philosophischer Irrweg. Die Entleerung des Naturbegriffs bereite den Boden dafür, dass sich der Wunsch nach gesellschaftlicher Selbstbestimmung in den Wunsch nach radikaler Verfügung über den je eigenen Körper verwandelt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹?
Derzeit findet ein kultureller Befreiungskampf statt: Junge Menschen wehren sich dagegen, dass ihr sexuelles Selbstverständnis verächtlich behandelt und unterdrückt wird. Denn autoritäre Politik diffamiert Selbstbilder und Identitätsverständnisse, die von überlieferten Normen abweichen, als widernatürlich. Dem wird eine kulturalistische Position entgegengesetzt, die die theoretische Legitimation dafür liefert, das Konzept ›Natur‹ aufzulösen. An der Transgender-Debatte wird spürbar, dass es sich um weit mehr als einen akademischen Konflikt handelt. Was wird aus dem »Eingedenken der Natur im Subjekt«, in dem laut Horkheimer und Adorno »die verkannte Wahrheit aller Kultur« liegt, wenn sich der kulturalistische Ansatz durchsetzt? Schweppenhäusers Essay wendet sich nach einem Blick auf aktuelle Kontroversen (etwa um die feministische Philosophin Kathleen Stock) der Physei-Nomo-Problematik in der antiken Philosophie zu; dann folgt er den verschlungenen Pfaden der Genderforschung unter den Aspekten der Deutungs- und der Gestaltungshoheit. Der Autor kommt zu dem Schluss: Die Annahme, dass Geschlechtlichkeit nominalistisch als Genderidentität zu definieren sei, sei ein philosophischer Irrweg. Die Entleerung des Naturbegriffs bereite den Boden dafür, dass sich der Wunsch nach gesellschaftlicher Selbstbestimmung in den Wunsch nach radikaler Verfügung über den je eigenen Körper verwandelt.
Welche Kernthemen, Tropen oder Sujets werden untersucht in Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹?
Philosophie und Religion > Philosophie > Philosophische Traditionen und Denkschulen > Westliche Philosophie: nach 1800
Kann ich in Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹ hineinlesen?
Hier können Sie eine offizielle Vorschau der wenigen Seiten lesen https://www.book2look.com/book/9783787349937
Ist Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹ Teil einer Reihe, und lässt es sich als eigenständiges Werk lesen?
Ja, es ist Teil einer Serie Blaue Reihe
Wer ist der Autor / Wer sind die Autoren des Buches Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹?
Gerhard Schweppenhäuser
Wer ist der Verleger des Buches Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹?
Felix Meiner Verlag
Wie lauten die ISBN-Nummern für die physische und die digitale Ausgabe?
Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹ ist erhältlich als Taschenbuch(ISBN 9783787349937) und E-Book (EPUB)(ISBN 9783787349951)
Wo kann ich Das konstruktivistische ›Interesse am Körper‹ kaufen?
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