Keller
Roman. Ein sprachgewaltiges, bildreiches und eindringliche Plädoyer für Liebe und Menschlichkeit - die Reise eines Mädchens durch unsere Geschichte und seine Gegenwart.
Von Christina Friedrich | Verlag: marixverlag
Über das Buch
Nordhausen am Harz in der Goldenen Aue, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, in der Osternacht. Ein Mädchen wird von einem amerikanischen Bomberpiloten verbrannt. Seine Knochen graben sich tief in die verletzte Erde. Im Frühjahr 1953 wird über ihnen ein neues Haus gebaut. Dort wird nicht viel später wieder ein Mädchen leben, mit ihrer Familie. Die beiden, eines im anderen wiedergeboren, treffen sich. Im Keller. Das Mädchen, hellsichtig, mit den Toten und Lebenden verbunden, macht sich auf den Weg durch ein verwundetes Land. Wüst, öde, zerstört. Es schlägt sich durch Wälder, in denen grausame Götter hausen, befreit Kinder aus der Gewalt eines Systems, verbindet sich mit Tieren und Elementen. Ein Gebirge, zerklüftet und finster, Bergwerke und Kombinate, Polikliniken und Schulen, Kirchen und Kinderlager werden zu Schauplätzen, in denen Gesetze regieren, die fremd und mächtig sind. Bei jedem Schritt stößt das Mädchen auf die Schrecken eines blutigen Jahrhunderts. Um diesen Schrecken zu bändigen, sieht es ihm ins Auge. Die Welt, die das Mädchen durchstreift, genügt nicht. Sie muss noch einmal erschaffen werden. In der Nordhäuser Gegend am Harz hilft die Geistin einem müden Gott, das Gefühl der Sinnlosigkeit seiner Schöpfung zu überwinden. Gemeinsam gehen sie erneut ans Werk. Während das Mädchen sich immer konkreter und fantasierend zugleich in die Realität erzählt. So, wie es die Welt erlebt und sein eigenes Leben darin sucht, erschafft es eine Saga. Auf seiner Reise durch die kollektive Geschichte und die eigene Gegenwart, durch Erinnerungsbilder und Bewusstseinsräume, befragt das Mädchen die Gewissheiten des Lebens: Familie, Religion, Staat, Gesellschaft. Unablässig stößt es auf Grenzen. Die seines Landes, seiner Familie, die eigenen. Es will sie überspringen. Getrieben von einer brennenden Sehnsucht. Es will frei sein. Gott stirbt lächelnd. Die Geistin träumt seinen Traum. Den ganzen Schrecken noch einmal vor Augen. Die Mauer fällt. Das Mädchen legt die Hand auf seinen Bauch. In ihm entsteht ein neues Leben. Keller ist ein Plädoyer für Liebe und Menschlichkeit.
Ausgaben von Keller
- Hardcover
- ISBN 9783737411615
- E-Book (EPUB)
- ISBN 9783843806701
Lesen Sie einen Auszug
Nordhausen am Harz in der Goldenen Aue, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, in der Osternacht. Ein Mädchen wird von einem amerikanischen Bomberpiloten verbrannt. Seine Knochen graben sich tief in die verletzte Erde. Im Frühjahr 1953 wird über ihnen ein neues Haus gebaut. Dort wird nicht viel später wieder ein Mädchen leben, mit ihrer Familie. Die beiden, eines im anderen wiedergeboren, treffen sich. Im Keller. Das Mädchen, hellsichtig, mit den Toten und Lebenden verbunden, macht sich auf den Weg durch ein verwundetes Land. Wüst, öde, zerstört. Es schlägt sich durch Wälder, in denen grausame Götter hausen, befreit Kinder aus der Gewalt eines Systems, verbindet sich mit Tieren und Elementen. Ein Gebirge, zerklüftet und finster, Bergwerke und Kombinate, Polikliniken und Schulen, Kirchen und Kinderlager werden zu Schauplätzen, in denen Gesetze regieren, die fremd und mächtig sind. Bei jedem Schritt stößt das Mädchen auf die Schrecken eines blutigen Jahrhunderts. Um diesen Schrecken zu bändigen, sieht es ihm ins Auge. Die Welt, die das Mädchen durchstreift, genügt nicht. Sie muss noch einmal erschaffen werden. In der Nordhäuser Gegend am Harz hilft die Geistin einem müden Gott, das Gefühl der Sinnlosigkeit seiner Schöpfung zu überwinden. Gemeinsam gehen sie erneut ans Werk. Während das Mädchen sich immer konkreter und fantasierend zugleich in die Realität erzählt. So, wie es die Welt erlebt und sein eigenes Leben darin sucht, erschafft es eine Saga. Auf seiner Reise durch die kollektive Geschichte und die eigene Gegenwart, durch Erinnerungsbilder und Bewusstseinsräume, befragt das Mädchen die Gewissheiten des Lebens: Familie, Religion, Staat, Gesellschaft. Unablässig stößt es auf Grenzen. Die seines Landes, seiner Familie, die eigenen. Es will sie überspringen. Getrieben von einer brennenden Sehnsucht. Es will frei sein. Gott stirbt lächelnd. Die Geistin träumt seinen Traum. Den ganzen Schrecken noch einmal vor Augen. Die Mauer fällt. Das Mädchen legt die Hand auf seinen Bauch. In ihm entsteht ein neues Leben. Keller ist ein Plädoyer für Liebe und Menschlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Keller?
Nordhausen am Harz in der Goldenen Aue, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, in der Osternacht. Ein Mädchen wird von einem amerikanischen Bomberpiloten verbrannt. Seine Knochen graben sich tief in die verletzte Erde. Im Frühjahr 1953 wird über ihnen ein neues Haus gebaut. Dort wird nicht viel später wieder ein Mädchen leben, mit ihrer Familie. Die beiden, eines im anderen wiedergeboren, treffen sich. Im Keller. Das Mädchen, hellsichtig, mit den Toten und Lebenden verbunden, macht sich auf den Weg durch ein verwundetes Land. Wüst, öde, zerstört. Es schlägt sich durch Wälder, in denen grausame Götter hausen, befreit Kinder aus der Gewalt eines Systems, verbindet sich mit Tieren und Elementen. Ein Gebirge, zerklüftet und finster, Bergwerke und Kombinate, Polikliniken und Schulen, Kirchen und Kinderlager werden zu Schauplätzen, in denen Gesetze regieren, die fremd und mächtig sind. Bei jedem Schritt stößt das Mädchen auf die Schrecken eines blutigen Jahrhunderts. Um diesen Schrecken zu bändigen, sieht es ihm ins Auge. Die Welt, die das Mädchen durchstreift, genügt nicht. Sie muss noch einmal erschaffen werden. In der Nordhäuser Gegend am Harz hilft die Geistin einem müden Gott, das Gefühl der Sinnlosigkeit seiner Schöpfung zu überwinden. Gemeinsam gehen sie erneut ans Werk. Während das Mädchen sich immer konkreter und fantasierend zugleich in die Realität erzählt. So, wie es die Welt erlebt und sein eigenes Leben darin sucht, erschafft es eine Saga. Auf seiner Reise durch die kollektive Geschichte und die eigene Gegenwart, durch Erinnerungsbilder und Bewusstseinsräume, befragt das Mädchen die Gewissheiten des Lebens: Familie, Religion, Staat, Gesellschaft. Unablässig stößt es auf Grenzen. Die seines Landes, seiner Familie, die eigenen. Es will sie überspringen. Getrieben von einer brennenden Sehnsucht. Es will frei sein. Gott stirbt lächelnd. Die Geistin träumt seinen Traum. Den ganzen Schrecken noch einmal vor Augen. Die Mauer fällt. Das Mädchen legt die Hand auf seinen Bauch. In ihm entsteht ein neues Leben. Keller ist ein Plädoyer für Liebe und Menschlichkeit.
Welche Kernthemen, Tropen oder Sujets werden untersucht in Keller?
Belletristik und verwandte Gebiete > Belletristik: allgemein und literarisch, nicht nach Genre
Kann ich in Keller hineinlesen?
Hier können Sie eine offizielle Vorschau der wenigen Seiten lesen https://www.book2look.com/book/9783737411615
Wie lang ist Keller und wie viele Seiten hat es?
Keller has 376 page(s)
Wer ist der Autor / Wer sind die Autoren des Buches Keller?
Christina Friedrich
Wie lauten die ISBN-Nummern für die physische und die digitale Ausgabe?
Keller ist erhältlich als Hardcover(ISBN 9783737411615) und E-Book (EPUB)(ISBN 9783843806701)
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