Über das Buch
Aus der erlebten »Minderwertigkeit« des hilflosen Kindes entwickelt sich sein ganzes Leben bestimmender individueller »Lebensplan«, der im Wesentlichen darauf hinausläuft, diese Minderwertigkeit zu überwinden. Die Zielgerichtetheit, mit der der Einzelne sein Leben gestaltet, ist nur von daher zu verstehen und äußert sich als ein »Streben nach Vollkommenheit«. Der Begriff von Vollkommenheit kann für jeden Menschen einen anderen konkreten Inhalt besitzen, da dieser sich aus dem individuellen Schicksal jedes Einzelnen herleitet, ihn zu verwirklichen aber gilt jedem als Sinn des Lebens. Alfred Adler schildert nun in seinem Spätwerk »Der Sinn des Lebens« (1933) den Konflikt zwischen subjektiver Sinngebung und objektivem Sinn; letzterer gilt als »wahr«, da er »außerhalb unserer Erfahrung« liegt. Der Grundgedanke, der dahintersteht, lautet: Die Menschen haben im Verlauf der Evolution das Gemeinschaftsgefühl als Artspezifikum erworben. Seelische Krankheiten ( u. a. Neurosen, Psychosen) sind Symptome eines Konflikts des Einzelnen mit der Gemeinschaft, sind also Hemmungen des Gemeinschaftsgefühls durch frühkindliche negative Einflüsse (z. B. in der Erziehung). Aus dieser Erkenntnis ergeben sich einesteils therapeutische Maßnahmen, darüber hinaus aber auch Ansätze für eine »wissenschaftliche« Ethik. »Die Individualpsychologie fordert weder die Unterdrückung berechtigter noch unberechtigter Wünsche. Aber sie lehrt, daß unberechtigte Wünsche als gegen das Gemeinschaftsgefühl verstoßend erkannt werden müssen und durch ein Plus an sozialem Interesse zum Verschwinden, nicht zur Unterdrückung gebracht werden müssen.« Alfred Adler
Ausgaben von Der Sinn des Lebens
- Taschenbuch
- ISBN 9783596261796
- E-Book (EPUB)
- ISBN 9783104908243
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Aus der erlebten »Minderwertigkeit« des hilflosen Kindes entwickelt sich sein ganzes Leben bestimmender individueller »Lebensplan«, der im Wesentlichen darauf hinausläuft, diese Minderwertigkeit zu überwinden. Die Zielgerichtetheit, mit der der Einzelne sein Leben gestaltet, ist nur von daher zu verstehen und äußert sich als ein »Streben nach Vollkommenheit«. Der Begriff von Vollkommenheit kann für jeden Menschen einen anderen konkreten Inhalt besitzen, da dieser sich aus dem individuellen Schicksal jedes Einzelnen herleitet, ihn zu verwirklichen aber gilt jedem als Sinn des Lebens. Alfred Adler schildert nun in seinem Spätwerk »Der Sinn des Lebens« (1933) den Konflikt zwischen subjektiver Sinngebung und objektivem Sinn; letzterer gilt als »wahr«, da er »außerhalb unserer Erfahrung« liegt. Der Grundgedanke, der dahintersteht, lautet: Die Menschen haben im Verlauf der Evolution das Gemeinschaftsgefühl als Artspezifikum erworben. Seelische Krankheiten ( u. a. Neurosen, Psychosen) sind Symptome eines Konflikts des Einzelnen mit der Gemeinschaft, sind also Hemmungen des Gemeinschaftsgefühls durch frühkindliche negative Einflüsse (z. B. in der Erziehung). Aus dieser Erkenntnis ergeben sich einesteils therapeutische Maßnahmen, darüber hinaus aber auch Ansätze für eine »wissenschaftliche« Ethik. »Die Individualpsychologie fordert weder die Unterdrückung berechtigter noch unberechtigter Wünsche. Aber sie lehrt, daß unberechtigte Wünsche als gegen das Gemeinschaftsgefühl verstoßend erkannt werden müssen und durch ein Plus an sozialem Interesse zum Verschwinden, nicht zur Unterdrückung gebracht werden müssen.« Alfred Adler
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Der Sinn des Lebens?
Aus der erlebten »Minderwertigkeit« des hilflosen Kindes entwickelt sich sein ganzes Leben bestimmender individueller »Lebensplan«, der im Wesentlichen darauf hinausläuft, diese Minderwertigkeit zu überwinden. Die Zielgerichtetheit, mit der der Einzelne sein Leben gestaltet, ist nur von daher zu verstehen und äußert sich als ein »Streben nach Vollkommenheit«. Der Begriff von Vollkommenheit kann für jeden Menschen einen anderen konkreten Inhalt besitzen, da dieser sich aus dem individuellen Schicksal jedes Einzelnen herleitet, ihn zu verwirklichen aber gilt jedem als Sinn des Lebens. Alfred Adler schildert nun in seinem Spätwerk »Der Sinn des Lebens« (1933) den Konflikt zwischen subjektiver Sinngebung und objektivem Sinn; letzterer gilt als »wahr«, da er »außerhalb unserer Erfahrung« liegt. Der Grundgedanke, der dahintersteht, lautet: Die Menschen haben im Verlauf der Evolution das Gemeinschaftsgefühl als Artspezifikum erworben. Seelische Krankheiten ( u. a. Neurosen, Psychosen) sind Symptome eines Konflikts des Einzelnen mit der Gemeinschaft, sind also Hemmungen des Gemeinschaftsgefühls durch frühkindliche negative Einflüsse (z. B. in der Erziehung). Aus dieser Erkenntnis ergeben sich einesteils therapeutische Maßnahmen, darüber hinaus aber auch Ansätze für eine »wissenschaftliche« Ethik. »Die Individualpsychologie fordert weder die Unterdrückung berechtigter noch unberechtigter Wünsche. Aber sie lehrt, daß unberechtigte Wünsche als gegen das Gemeinschaftsgefühl verstoßend erkannt werden müssen und durch ein Plus an sozialem Interesse zum Verschwinden, nicht zur Unterdrückung gebracht werden müssen.« Alfred Adler
Welche Kernthemen, Tropen oder Sujets werden untersucht in Der Sinn des Lebens?
Philosophie und Religion > Religion und Glaube > Alternative Glaubenssysteme und spirituelle Weltanschauungen
Kann ich in Der Sinn des Lebens hineinlesen?
Hier können Sie eine offizielle Vorschau der wenigen Seiten lesen https://www.book2look.com/book/9783596261796
Wie lang ist Der Sinn des Lebens und wie viele Seiten hat es?
Der Sinn des Lebens has 224 page(s)
Ist Der Sinn des Lebens Teil einer Reihe, und lässt es sich als eigenständiges Werk lesen?
Ja, es ist Teil einer Serie Alfred Adler, Werkausgabe (Taschenbuchausgabe)
Wer ist der Autor / Wer sind die Autoren des Buches Der Sinn des Lebens?
Alfred Adler
Wie lauten die ISBN-Nummern für die physische und die digitale Ausgabe?
Der Sinn des Lebens ist erhältlich als Taschenbuch(ISBN 9783596261796) und E-Book (EPUB)(ISBN 9783104908243)
Wo kann ich Der Sinn des Lebens kaufen?
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